Zasso führt erste Versuche im Rahmen eines europäischen CEDR Projektes in Österreich durch

Invasive Pflanzen, die sich auch entlang von Verkehrswegen ausbreiten, stellen ein massiv zunehmendes Problem für diejenigen Institutionen dar, die sich sowohl um die Sicherheit und den Unterhalt der Verkehrswege, als auch um den Schutz von Gesundheit, Landwirtschaft und Naturschutzgebieten kümmern müssen. Zasso ist als Teilauftragnehmer im Rahmen des Projektes ControlinRoad (http://www.controlinroad.org/) der Conference of European Directors of Roads (Zentralstelle europäische Verkehrsministerien, http://www.cedr.eu/) damit befasst, invasive Pflanzen an Straßen mit elektrophysikalischen Methoden zu bekämpfen. Dies schließt schnellwachsende, bisher kaum kontrollierbare Pflanzen wie den Japanischen Knöterich genauso ein, wie die hochallergene Ambrosia, die phototoxische Herkulesstaude oder das Naturschutzgebiete überwuchernde Indische Springkraut. Die Hauptversuche werden in diesem und nächstem Jahr schwerpunktmäßig im österreichischen Burgenland durchgeführt, einem Hotspot für invasive Pflanzen und gleichzeitig auch einem Schwerpunkt für innovatives und nachhaltiges Verkehrswegemanagement.

Abb. 1 zeigt, wie sich bis zu 3 m hoher Japanischer Knöterich an einem Wirtschaftsweg neben einem Bachlauf in der Nähe einer Schnellstraße bis an ein Maisfeld (rechts oben) herangearbeitet hat. Die Pflanze mit bis zu 4 m tiefen Wurzeln wird in unterschiedlichen Wachstumsstadien von Zasso mit Electroherb als digitalem Herbizid behandelt, um möglichst praxisnahe und effiziente Kontroll- und Eindämmungsprotokolle zu entwickeln.

Abb. 2: Die Ambrosia (Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia), grüner Streifen direkt am Fahrbahnrand) besiedelt als hochallergene Pflanze schon weiter Teile der Straßenränder an Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich und Bayern und soll mit Zasso Electroherb an der Samenbildung gehindert werden, ohne die biologisch hochwertige Straßenbegleitflora durch permanentes Mähen schädigen zu müssen. Der japanische Knöterich im Hintergrund an einer Eisenbahnlinie hat dort mittlerweile auf ein Getreidefeld massiv übergegriffen und breitet sich dort auch durch die Bodenbearbeitung schnell aus.mit Electroherb als digitalem Herbizid behandelt, um möglichst praxisnahe und effiziente Kontroll- und Eindämmungsprotokolle zu entwickeln.

Während die Wirksamkeitsversuche mit Electroherb gegen invasive Pflanzen im Projektrahmen erst anlaufen, ist aus vielen Gesprächen und Ortsbegehungen schon klar, dass die Bekämpfung invasive Pflanzen dringend innovative Verfahren wie z. B. Electroherb benötigt. Am besten müssen sowohl die Zasso-Technologie als auch die Managementkonzepte bereichsübergreifend zwischen Eisenbahn, Wasserbau, Straßenverkehr und Landwirtschaft entwickelt werden. So lassen sich z. B. Applikatortypen aus Obst- und Weindauerkulturen sehr gut auf Straßenränder und Leitpfosten adaptieren aber auch eingeführte Auslegerkonzepte an Traktoren und Multifunktionsfahrzeugen mit Mähwerkzeugen und Mulchern aus dem Landwirtschafts- und Straßenmanagement auf Eisenbahnen und Wasserbauanwendungen übertragen. Für den Einsatz der Zasso Technologie selbst ist es dabei bis auf die Anwendungsprotokolle und Geräteparametrierung oft unerheblich, ob landwirtschaftliche Unkräuter kontrolliert, Sikkationsmaßnahmen durchgeführt oder invasive Pflanzen an der weiteren Ausbreitung gehindert werden sollen. Zasso strebt deshalb an, passgenaue Lösungen mit einer maximalen Anwendungsflexibilität der Electroherb-Technologie auch über scheinbare Anwendungsgrenzen hinaus zu entwickeln und für die Anwender effizient und umweltverträglich nutzbar zu machen.